SEO und Nachhaltigkeit: Wie man mit guten Inhalten die Umwelt schützt

Das Internet frisst Strom. Und dies nicht zu knapp. Jede Suchanfrage kostet Strom, wie die Infografik zeigt. Der CO2-Ausstoß entsteht, weil Google-Server durch Kühlung, Betrieb und Router enorme Mengen Energie verbrauchen. Schätzungen zufolge werden alle 2 Sekunden eine Tonne CO2 ausgestoßen. Tendenz steigend. Jede Suchanfrage verbraucht etwa 0,01 Gramm CO2. Google selbst nannte 2009 sogar 0,02 Gramm CO2 pro Suchanfrage. Und nicht nur die Anfragen kosten Strom, sondern der Aufruf jeder einzelnen Seite, das Laden der Bilder, eines Podcasts, der Grafiken etc. So schätzen Experten, dass sich alle 5 Jahre der Stromverbrauch des Internets verdoppelt.

Googles Stromverbrauch. Weiter geht’s

Gewichtendes Gehirn – was RankBrain fürs Texten bedeutet

Viele Suchmaschinenfachfrauen und -männer sind sich einig: Googles Bemühungen um Künstliche Intelligenz (KI) führen zu einer neuen Gewichtung der Suchmaschinenergebnisse. Wie das Fachblatt t3n schon vor einiger Zeit berichtete, wird mittlerweile ein Großteil der Suchanfragen, die so jede Sekunde in die Suchmaske geschrieben oder gesprochen werden, von einem KI-System interpretiert. Google nennt dieses System hübsch RankBrain. Bis dato beantwortet das gewichtende Gehirn Suchanfragen, die noch nie zuvor gestellt wurden. Das seien – laut Google – immerhin 15 Prozent aller Anfragen. Das System helfe dabei, diese Fragen einzuordnen, um passende Ergebnisse zu liefern – wohl mit großem Erfolg. Daher geht die Branche davon aus, dass RankBrain immer weiter ausgebaut und genutzt wird.

RankBrain verändert Texten!

Webshops: von Hauptinhalten und doppelten Produktbeschreibungen

Für einen Webshop-Betreiber ist SEO immer noch die schönste Form des Marketings. Wer oben steht, verkauft mehr. So einfach ist die Rechnung, so richtig ist sie. Seit November hat Google mal wieder seine Bewertungskriterien modifiziert. Um es auf einen Satz einzudampfen: Die Interessen des Käufers sind das A und O. Wow!

Jetzt hole ich aus. Was viele Website-Betreiber nicht wissen: Google beschäftigt Webseitenbewerter, also real existierende Menschen, die Websites nach ihrer Qualität einschätzen. Für diese Bewerter erstellt der Konzern Richtlinien, die Quality Rater Guidelines, nach denen die Webforscher die Website qualifizieren sollen. Diese Richtlinien, schlappe 160 Seiten Text, sind eine wichtige Quelle für SEOs, da sie Einblicke in die aktuelle Denkweise von Google gewähren. Gerade just wurde eine aktualisierte Fassung veröffentlicht.

Mehr: Was meint Google?

SEO-Texten fürs Smartphone?

Im Frühjahr wirbelte ein Google Algorithmus-Update die SEO-Welt durcheinander wie 1910 die frisch erfundene elektrische Waschmaschine schmutzige Hemden: Google verkündete ganz offiziell, dass zukünftig mobil-optimierte Websites in den organischen Suchergebnissen gegenüber nicht-mobilen Seiten bevorzugt werden. Die Reaktionen bekamen Unternehmen umgehend zu spüren: Statische Webseiten verloren einer Studie zufolge rund 10 Prozent ihres Traffics. Unternehmen, deren Website noch nicht reponsive war, begangen schleunigst, die Agentur ihres Vertrauens mit einer neuen Responsive Website zu beauftragen. Ein neues Begriffspaar war plötzlich in aller Online-Munde: Mobile First. Websites werden vom kleinsten Gerät aus gedacht. (Ganz nebenbei: Haben die Internetagenturen Google eigentlich schon Danke gesagt?).
Was bedeutet das für SEO?

Grundlagen: Latent semantisch – Themenfelder besetzen

In der englischsprachigen SEO-Literatur taucht immer wieder der Begriff LSI-Keyword auf. Dieser Begriff hat nichts mit Drogen zu tun, sondern steht für Latent Semantic Indexing Keyword.
Was sind latent semantische Schlüsselwörter? Ganz einfach: Schlüsselwörter, die mit dem Hauptschlüsselwort themenverwandt sind. Dies können Synonyme sein, Begriffe aus dem gleichen Wortfeld oder Begriffe, die gerne zusammen genannt werden wie Köln Dom, München Oktoberfest oder Texter SEO.

Weiter: Wie erhält man solche themenverwandte Begriffe?

Grundlagen: Long Tail

Was hat es sich mit langen Schwänzen auf sich? Ich verzichte hier auf schlüpfrige Anspielungen und komme direkt zur Sache (Jack Horner): Long Tail ist eine Theorie des US-amerikanischen Journalisten Chris Anderson – sie hat sich in der Praxis mittlerweile bewährt –, die besagt, dass man in Zeiten globaler und monopolisierter Märkte im Internet nur mit Nischenprodukten Geld verdienen kann – sofern man nicht Amazon oder Google heißt.
Der Gedanke dahinter:Weltweit können Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen online ihre Leidenschaften befriedigen. So können zum Beispiel Sammler aus Äquatorialguinea oder Zypern über einen deutschen Händler in den Besitz schönster deutscher Panini-Bilder kommen (siehe: schönste Panini-Bilder). Wer eine Handytasche aus Lamafell haben will, muss nicht mehr nach Peru reisen, sondern bestellt sie über seinen PC.
Das heißt: Der Schwanz der Verteilung wird immer länger, aber gleichzeitig findet im Internet eine enorme Konzentration auf wenige Monopolisten statt. Wer Geld verdienen will, muss sich an Amazon vorbeischleichen. Mit den richtigen Keywords.
Und das schafft man, indem man gezielt den Wörterschwanz von Anfang bis zum Ende bedient. So wie das Produkt über spezielle Eigenschaften verfügt, so muss der Text über spezielle Wörter verfügen.
Nehmen wir das Beispiel Handytasche. Wenn Sie eine Handytasche aus Lamafell verkaufen wollen, bringt es wenig, Ihre Webseite auf Handytasche zu optimieren. Das machen viele und Sie würden nie auf den ersten Seiten gerankt werden. Eine Optimierung auf „Handytasche Lamafell“ wäre sicherlich in Sachen Ranking sehr erfolgsversprechend. Aber sucht danach jemand? Vielleicht. Den hätten sie schon einmal auf Ihrer Seite. Aber um wirklich erfolgreich zu sein, sollten Sie schon noch mehr Kunden auf Ihre Website locken. „Spezialhandytasche, Peru, Fell, individuell, stylisch, maßgeschneidert“ wären einige Möglichkeiten. Am Ende könnte der lange Schwanz so aussehen: Handytasche, individuell, Fell.

Das sucheierlegende Wollmilchsauwort für Landing Pages

Vorneweg: Was ist überhaupt eine Landing Page? Wie der Name es schon sagt, eine Seite, auf der ein Surfer landet – und zwar wenn er auf einen Banner oder einen Treffer seiner Suchanfrage klickt. Das heißt: Potenziell kann jede von einer Suchmaschine erfasste Seite einer Webpräsenz eine Landeseite sein. In der Praxis sind es solche Seiten, bei denen ein bestimmtes Angebot im Mittelpunkt steht und die extra für dieses Angebot konzipiert und betextet wurden. Das Angebot kann ein Produkt sein, aber auch eine Information oder eine Aufforderung zum Handeln.

Die Landing Page hat mehrere Aufgaben:
1. Sie soll Traffic erzeugen, also möglichst viele Besucher auf die Seite locken.
2. Sie soll so genannte Leads bewirken. Das heißt, Besucher zu einer Handlung verführen.
3. Sie soll verkaufen. Ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Dementsprechend sind Landing Pages mit Warenkörben verknüpft, führen auf einen Bestellbutton (zum Beispiel, um einen Newsletter zu bestellen) oder rufen ganz allgemein zu einer Handlung auf (in der denglischen Marketing-Fachsprache ‚Call-to-action‘).
Zehn Tipps für den idealen Suchbegriff für Landing Pages

Die Länge macht’s – beim SEO-Texten

Die gute Nachricht, für alle, die gerne und viel schreiben: Google und auch andere Suchmaschinen legen Wert auf lange Texte. Das heißt: Kürzere Textdokumente haben tendenziell weniger Gewicht als längere Dokumente (das macht zum Beispiel Blogs so attraktiv für Suchmaschinen-Optimierer). In den Foren heißt es: Ein SEO-Text sollte mindestens 200 Wörter haben, besser sind 400 Wörter (die Angaben beziehen sich immer auf eine URL).

Nun ist dies keine Aufforderung zum Schwafeln. Sollten die Aussagen in erheblich weniger Worten verfasst werden können, stellen Sie lieber zwei Texte auf eine Seite als weitläufig zu fabulieren. Denn: SEO ist nicht alles, es gibt auch noch die Leser. Und was hilft Ihnen ein Klick, wenn der Leser beim Anblick der Bleiwüste sofort wieder Ihre Seite verlässt? Genau. Nichts.

Ein anderer Trick, um die nötige SEO-Textmenge zu erzielen, besteht darin, das Wesentliche vorab knackig und kurz zu präsentieren und dann – nach einer Zwischenüberschrift – noch einmal eine ausführliche Zusammenfassung zu liefern oder anderes herum, am Ende noch einmal ein Fazit in Form von Aufzählungen zu liefern.

Fazit fürs SEO-Texten:

  • Suchmaschinen lieben lange Texte.
  • 200 Wörter und mehr dürfen es ruhig sein.
  • Achten Sie auf die Leserfreundlichkeit. Der Leser kommt vor der Suchmaschine.
  • SEO-Texten darf kein Selbstzweck sein.
  • Gliedern Sie die SEO-Texte.
  • Veröffentlichen Sie gegebenenfalls zwei Texte auf einer Seite.
  • Arbeiten Sie mit Bullets-Points.
  • Schreiben Sie – wenn nötig – Zusammenfassungen.

Webterranean Buzzword Blues

Was wäre das Leben ohne Buzzwords? Und ohne schlechten Gesang? Wer ein paar schöne Mode- und Buzzwörter hören will, Bob Dylans Subterranean Homesick Blues noch nie mochte (oder besonders gerne), der sollte sich dieses Video anhören? Für Gehörschäden übernehme ich keine Verantwortung. Das Lied zu den Internet-Marketing-Buzzwords:

Musik und Film: Simon Büttner www.brikettfilm.de
Text und „Gesang“: Jens Hüttenberger www.texter-huettenberger.de