Billige Anmache mag Google nicht

Der Dokumententitel (TitleTag) ist für Suchmaschinen ohne Frage einer der wichtigsten Algorithmen. Auf diesen wirft Google einen besonders scharfen Blick. Und der Suchmaschine dürstet es nach Schlüsselwörtern im Dokumententitel; das haben viele Websitebetreiber erkannt. So hauen sie ihren Title mit Keywords voll, bis es an die Maximalzahl von 69 sichtbaren Zeichen kratzt. Meist werden diese mit einem Querstrich oder Komma abgetrennt (in etwa so: Texten / SEO-Texten / Webtexten / Internettexten). Macht auf dem ersten Blick Sinn. Nun haben aber verschiedene amerikanische SEO-Studien gezeigt: Google mag das nicht.
Denn Google schließt von billigen Tricks auf billigen Inhalt. Das heißt: Auch eine Suchmaschine fällt nicht auf plumpe Anmache rein. Wer die Suchmaschine verführen will, sollte ganze Sätze oder Phrasen verwenden. Um es etwas kalauernd zu sagen: Schließlich heißt es ‚DIE Suchmaschine‘ – und Frauen mögen ja auch nicht mit schlichten Imperativen bezirzt werden (DU! Frau! Komm!). Funktioniert in den seltesten Fällen.
So sollte ein Web-Texter sich die Mühe machen, beim Betexten des Dokumententitels kurze und anschauliche Sätze zu schreiben oder eine nette Ellipse oder Phrase dichten. Zumindest sollte er auf den überbordenden Einsatz von Kommas und Querstrichen verzichten.

Das sucheierlegende Wollmilchsauwort für Landing Pages

Vorneweg: Was ist überhaupt eine Landing Page? Wie der Name es schon sagt, eine Seite, auf der ein Surfer landet – und zwar wenn er auf einen Banner oder einen Treffer seiner Suchanfrage klickt. Das heißt: Potenziell kann jede von einer Suchmaschine erfasste Seite einer Webpräsenz eine Landeseite sein. In der Praxis sind es solche Seiten, bei denen ein bestimmtes Angebot im Mittelpunkt steht und die extra für dieses Angebot konzipiert und betextet wurden. Das Angebot kann ein Produkt sein, aber auch eine Information oder eine Aufforderung zum Handeln.

Die Landing Page hat mehrere Aufgaben:
1. Sie soll Traffic erzeugen, also möglichst viele Besucher auf die Seite locken.
2. Sie soll so genannte Leads bewirken. Das heißt, Besucher zu einer Handlung verführen.
3. Sie soll verkaufen. Ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Dementsprechend sind Landing Pages mit Warenkörben verknüpft, führen auf einen Bestellbutton (zum Beispiel, um einen Newsletter zu bestellen) oder rufen ganz allgemein zu einer Handlung auf (in der denglischen Marketing-Fachsprache ‚Call-to-action‘).
Zehn Tipps für den idealen Suchbegriff für Landing Pages

Warum Adwords und SEO Geschwister sind

Widmen wir uns heute mal zur Abwechslung Adwords-Anzeigen. Diese schaltet man ja bekanntlich, weil man schnell oben in den Trefferlisten nach einer Suchanfrage auftauchen möchte. Aber auch bei bezahlten Anzeigen gilt: Oben ist nicht immer oben. Zumindestens nicht ganz oben (und Studien zeigen, dass nur die vier Erstplatzierten angeklickt werden). Die Position der Anzeige hängt a) vom Preis ab, aber auch b) von der Qualität der Anzeige. Wird zum Beispiel die Anzeige häufig angesteuert, landet sie nach einer Zeit automatisch weiter oben. Das macht aus Google-Sicht Sinn, da Google ja nur bei einem Klick Geld verdient und sich manchmal Masse vor (Preis)-Klasse lohnt. Aber auch im Vorfeld achtet Google auf die Qualität der Anzeige. Dafür wurde ein sogenannter Qualitätsfaktor entwickelt, der unter anderem den Inhalt der Anzeige mit den gebuchten Keywords abgleicht. Anzeigentexte, in denen die gebuchten Keywords häufig auftauchen, erhalten einen besseren „Qualitätswert“.

Deshalb sollten nur Keywords gewählt werden, die relevant für das Produkt oder Thema sind. Und: Die Keywords sollten sich auf der Landingpage wiederfinden. Adwords-Anzeigen texten und Webseiten texten geht also im Idealfall Hand in Hand. Anzeigen ohne textlichen Bezug auf die Website sind ineffektiv und somit teuer. Die Seite sollte also auf Keywords optimiert sein. Ergo: Eine SEO-Seite eignet sich ideal als Landingpage, sofern die richtigen Keywords gefunden wurden. Es lohnt sich also auch aus der Sicht von Adwords-Anzeigen, in Keyword optimierte Seiten zu investieren. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Definitiv Infinitiv – oder auch nicht.

Suchmaschinennutzer lieben Infinitive. In der Regel tippen die Menschen Objekt und Infinitivform in die Suchmaske, sofern sie selbst eine Handlung durchführen wollen. Sie suchen: Auto kaufen, Hiddensee zelten, Köln skaten usw. Zu diesem Phänomen trägt auch Google Instant bei, also die recht junge Funktion von Google, Eingabevorschläge in Echtzeit zu generieren und dabei gleichzeitig die besten Treffer anzuzeigen. Eingabevorschläge von Google bestehen fast immer aus Infinitiven.
Dies sollte man als SEO-Texter im Hinterkopf behalten, denn die flektierte oder unflektierte Schreibweise beeinflusst maßgeblich das Ergebnis der SERPs, der Trefferliste. Zwar versuchen die Suchmaschinen durch Stemming-Operationen, darunter versteht man einen Algorithmus, der verschiedene morphologische Varianten eines Wortes auf ihren gemeinsamen Wortstamm zurückgeführt, auszugleichen, doch das gelingt nicht im vollen Umfang. Ein SEO-Beispiel: kaufen oder gekauft

SEOs liebste Freunde, Teil 2

Vor einigen Tagen gab es die ersten zehn Tipps und das Versprechen weitere zu liefern. Hier löse ich das Versprechen nun ein:

  1. Wenn Sie Blog-Artikel über andere Kanäle posten, verwenden Sie unterschiedliche Titel.
  2. Der Titel macht’s. Geben Sie jeder Ihrer Websites einen einzigartigen Titel (TitelTag). Auch hier gilt: Plagiate lohnen nicht. Und wenn unbedingt der Name Ihrer Firma im Titel erscheinen muss, dann stellen Sie ihn ans Ende des Titels. Denn jemand, der Ihre Firma speziell sucht, findet sie schon.
  3. Seien Sie ein penetranter Schlüsselwortverwender. Penetranz ist eigentlich keine schöne Eigenschaft und jeder Texter lernt im 1. Semester, möglichst Wortwiederholungen zu vermeiden, aber Suchmaschinen sind keine Ästheten. Setzen Sie Keywords in Textlinks, Image-Alt-Attributen, Dokumententitel, Permanentlinks usw.
  4. Bieten Sie Anlass zum Klatsch und Tratsch. Nichts verbreitet sich im Internet schneller als Tratschgeschichten (schlimm, aber so in nun mal die menschliche Natur). Tratschgeschichten führen zu vielen Backlinks.
  5. Jeder liest gerne Bildunterschriften. Selbst die Google Spider. Also schreiben Sie zu Ihren Bildern kurze Texte und packen Sie in diese Keywords.
  6. Bild und Text interagieren. Nicht nur beim Betrachter, sondern auch für die Spiders. Der Text um die Bilder wird sorgfältig von den Robotern gelesen. Versuchen Sie den Text um das Bild an den Bildinhalt anzupassen (sofern das Bild für Ihre Kernaussage von hoher Bedeutung ist).
  7. Vermeiden Sie doppelten Content. Sei es durch gespiegelte Sites (wie z. . www.seotorik.de und seotorik.de), sei es durch Einkauf von Inhalt bei Content Farmen, sei es durch gedankenlose Übernahme von vorgefertigten Texten, sei es durch nicht tolerierbaren Textklau.
  8. Auch wenn der Leumund der Meta-Description bei SEO-Spezialisten nicht der beste ist: Texten Sie diese sorgfältig und stimulierend, denn Sie ist häufig der erste Kontakt des Kunden mit Ihrer Website.
  9. Dokumententitel (TitleTags) lesen die Spinnen gerne. Sie sind aber auch der erste Eindruck, den ein Kunde von Ihrer Website nach einer Suchabfrage erhält. Also achten Sie auf Ihre Worte. Setzen Sie gekonnt Keywords ein.
  10. Fett sein, ist den Spinnen wurscht. Fett geschriebene Wörter helfen manchmal den Text besser zu gliedern und Keywords hervorzuheben, sie sind also für die Lesbarkeit des Textes von Bedeutung. Die Spider hingegen ignorieren die Befehle< strong > und < b >.

Schreiben Sie selbst

Neulich saß ich mit einem Freund in einer Kneipe und ich erzählte ihm von meinem Blog. Dieser Freund betreibt seit einigen Jahren sehr erfolgreich einen Webshop für Sportartikel. Seine Firma hat sich auf ein Nischensortiment spezialisiert – welches verrate ich nicht, um seinen Wettbewerbsvorteil nicht zu gefährden. Das Unternehmen ist eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Google-Lehrbuch. Zwei Studenten gründen in einer Garage eine Online-Firma und durch clevere Produkt- und Marketingpolitik steigen sie innerhalb weniger Jahre in die erste Liga auf. Mittlerweile dürften sie der zweitgrößte Vertreiber dieser Spezialprodukte in Deutschland sein.

Ein Grund: Schon seit den Anfangstagen landete die Website auf den vorderen Positionen der Suchmaschinen-Ergebnisseiten (SERPs).

Er erzählte mir, dass er unter seinen Lieferanten als der SEO-Profi gilt, dabei hätte er nie besonderen Wert auf Suchmaschinenoptimierung gelegt; eigentlich hätte er kaum Ahnung davon. Wie ist es möglich, dass er ohne größere Kenntnisse stets auf den ersten Seiten gelistet wird? Die Antwort:  Er schreibt seine Texte selbst. Jedes Produkt, das er anbietet, beschreibt er ausführlich in eigenen Worten – ohne dabei an die Keyword-Dichte oder Wortplatzierung zu denken. Warum reicht das aus?

Mehr als „Mehr“ oder „Hier klicken“ – clevere Link-Texte

Möchten Sie Ihre Website auf die Keywords „Mehr“ oder „Hier klicken“ optimieren? Wahrscheinlich nicht. Aber viele Unternehmen machen dies. Denn diese beiden Begrifflichkeiten dürften die wahrscheinlich am meisten verwendeten Link-Texte sein.
Dazu sollte man wissen, der Link-Text spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung. Denn: Suchmaschinen wie Google oder Yahoo messen dem Link-Text mehr Bedeutung zu, als wenn der Begriff auf einer Seite, in einer URL oder in den Metadaten auftaucht. Nun kann aber eine Suchmaschine mit dem Begriff „Mehr“ herzlich wenig anfangen – der Leser im Übrigen auch nicht; er klickt in eine unbestimmte Zukunft (wie Konversionsspezialisten und Usibilitatoren bestätigen können).
Die Folge: Die SEO-stimulierende Wirkung des Links verpufft in den Weiten des Netzes. Wirkung erzielen insbesondere die Link-Wörter, die mehrfach auf einer Seite genannt wurden. Nur wie schafft man das?

Weiter geht es mit ein paar Tipps für den perfekten Link

Zwei-Wort-Suchanfrage – Headlines richtig texten

Laut einer Studie der GFK aus dem Jahr 2009 bestehen 64 % aller Suchabfragen aus zwei Wörtern. Wohnung mieten, Auto kaufen, Zahnarzt Düsseldorf, SEO texten, und, und, und. Es ist daher wichtig, seine Seite auf solche Wortkombinationen zu optimieren. Dabei sollte man wissen, dass Google Spider, das sind kleine Roboter, die Ihre Seite besuchen und indizieren, keine studierten Sprachkritiker sind, sondern mechanisch vorgehen. Sie schauen, ob die beiden abgefragten Wörter im Text in räumlicher Nähe vorkommen. Am liebsten hätten sie es, wenn die Wörter genau in der Reihenfolge stehen, in der die Suchanfrage gestellt wurde. Das heißt, für Google ist eine schöne Headline: Wohnung mieten. Für den Leser eher nicht. Weiterlesen und den Fragetrick kennenlernen

Was ist Seotorik?

Seotorik ist eine ganz neue Gattung in der Stillehre. Sie verbindet leserfreundliches und stilistisch ansprechendes Schreiben mit den Erkenntnissen der Suchmaschinenoptimierung. Es gibt unzählige Stilratgeber zum guten Schreiben und es gibt zahllose Blogs zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Aber wie schreibt man gute und optimierte Texte? Texte, die den Leser fesseln, aber dabei die Keyword-Dichte beachten. Links, die Lesern und Google gefallen? Überschriften, aus der Sicht einer Suchabfrage?
Dieser Blog verrät Tricks, Stilmittel und Hintergrundinformationen.