Suchmaschinennutzer lieben Infinitive. In der Regel tippen die Menschen Objekt und Infinitivform in die Suchmaske, sofern sie selbst eine Handlung durchführen wollen. Sie suchen: Auto kaufen, Hiddensee zelten, Köln skaten usw. Zu diesem Phänomen trägt auch Google Instant bei, also die recht junge Funktion von Google, Eingabevorschläge in Echtzeit zu generieren und dabei gleichzeitig die besten Treffer anzuzeigen. Eingabevorschläge von Google bestehen fast immer aus Infinitiven.
Dies sollte man als SEO-Texter im Hinterkopf behalten, denn die flektierte oder unflektierte Schreibweise beeinflusst maßgeblich das Ergebnis der SERPs, der Trefferliste. Zwar versuchen die Suchmaschinen durch Stemming-Operationen, darunter versteht man einen Algorithmus, der verschiedene morphologische Varianten eines Wortes auf ihren gemeinsamen Wortstamm zurückgeführt, auszugleichen, doch das gelingt nicht im vollen Umfang. Ein SEO-Beispiel: kaufen oder gekauft
Monat: Juli 2011
Vergessen Sie den PageRank, schreiben Sie bessere Texte
Wie seo-united (siehe: Artikel) berichtete spielt der PageRank eine immer geringere Rolle bei der Bewertung der Website durch Google. Viel wichtiger, so eine Google-Mitarbeiterin, sei die ‚Conversion Rate‘, die ‚Bounce Rate‘ und die ‚Clickhrough Rate‘ einer Webseite.
Die Konversationsrate zeigt an, wie viele Website-Besucher die gewünschte Handlung abschließen (zum Beispiel einkaufen, eine Anfrage stellen oder was auch immer das Ziel der Website ist). Die Bounce Rate, die Absprungrate, sagt, welcher Website-Besucher sofort wieder das Weite sucht, weil der Inhalt nicht seinen Erwartungen entspricht. Die ‚Clickhrough Rate‘ bezieht sich direkt auf die Suchanfrage und gibt an, wie oft auf den Suchanfrage-Link geklickt wurde, wenn die Seite von Google eingeblendet wurde. Eine gut getextete Meta-Description und Headline sind hier die Erfolgsgaranten.
Erfolg durch bessere Texte
Die drei Erfolgsparameter lassen sich nur durch gute Texte verbessern, denn sie sind direkte Indikatoren, wie kundenfreundlich die Seite getextet, konzipiert und gestaltet wurde. Entdeckt der Website-Besucher sofort die gewünschte Information oder das gesuchte Produkt, fühlt er sich seriös informiert oder gut unterhalten, bleibt er auf der Website beziehungsweise führt die gewünschte Handlung aus. Muss er sich dagegen durch eine uninspirierte Bleiwüste kämpfen, schlecht formulierte Sätze entschlüsseln oder verzweifelt nach dem Warenkorb suchen, sagt er schneller Tschüss als Speedy Gonzales.
Das heißt: Die Qualität der Texte, die Anwenderfreundlichkeit (Usability) und die Gestaltung entscheiden über den Erfolg (das macht auch aus Sicht von Google Sinn, die zum Beispiel über Google Adwords nur Geld verdienen, wenn jemand auf den Link klickt. Daher gewichtet Google erfolgreiche Seiten höher).
Also: Lieber Mühe und Geld in gute Texte stecken und die Usability verbessern, als verzweifelt Links hinterherzurennen.