Inhaltsmastfarmen kommen auf die Google-Bio-Verordnung

Dass der Inhalt einer Website der König ist, ist allgemein bekannt. Doch es gibt Inhalt und Inhalt. Das hat sich mittlerweile rumgesprochen – auch bei Google. Wie bekannt wurde, wird Google einen neuen Algorithmus einführen, der den Inhalt von sogenannten Content Farmen aufspürt und aus dem Index wirft (siehe: internetworld.de).

Was sind Content Farmen?

Content Farmen sind – vereinfacht gesagt – Inhaltsdienstleister. Sie bieten suchmaschinenoptimierte Artikel zu häufig abgefragten Suchbegriffen an. Diese verkaufen sie an Webmaster. Oder sie betreiben eigene Seiten, die als Werbeplattform dienen. Das Ziel: Möglichst viele Klicks zu generieren. Und hier liegt das Problem. Denn es kommt bei den Artikeln weniger auf die Qualität der Aussage als auf die Qualität der Suchmaschinenrelevanz an. Dies geht soweit, dass auf Webseiten Artikel zu Themen erscheinen, die überhaupt nichts mit dem Unternehmen zu tun haben. Nach dem Motto: Besucher ist Besucher. Kennt er uns erst einmal, wird er vielleicht auch Kunde.
Meistens liegt aber das Geschäftsmodell von Content Farmen im Verkauf von Online-Werbung. Sie bieten Bannerschaltung oder Affiliate-Modelle auf ihrer eigenen Website an beziehungsweise verdienen ihr Geld über Google AdSense.
Da kein Wert auf informative Inhalte gelegt wird, sind die Artikel von dürftiger Qualität, für Suchende häufig ein Ärgernis. Ein unnötiger Klick ins inhaltliche Nichts. Nun will Google qualitativ hochwertigen Inhalt höher bewerten. Das bedeutet: Wenn Google einen wirksamen Algorithmus einführt, heißt es in Zukunft: „Qualitive content is king“. Das ist gut so.

Was heißt das für Website-Betreiber?

  • Schreiben Sie selbst. Oder:
  • Kaufen Sie gut recherchierten und individuell geschriebenen Inhalt ein. So vermeiden Sie auch das Problem des „doppelten Inhaltes“.
  • Verwenden Sie keine Papptexte aus der Massentextproduktion.
  • Achten Sie auf den Informationsgehalt Ihrer Artikels. Je höher, je besser.
  • Der Inhalt sollte zu Ihrem Geschäftszweck passen. Inhalt der Inhaltsmenge wegen verliert an Gewicht.

Cloaking: Verhüllen bringt nichts.

Durchstöbert man die Blogs zum Thema Suchmaschinenoptimierung, trifft man häufiger auf das Wort „Cloaking“. Nur die wenigsten Texter werden mit diesem Phänomen konfrontiert – und das ist gut so.
Cloaking, auf Deutsch „Verhüllen“, ist eine Technik, die darin besteht, den HTML-Inhalt einer Website zu verändern, je nachdem, ob ein Besucher die Seite aufruft oder ein Crawler (Spider) der Seite einen Besuch abstattet. Durch das Feld USER-Agent lassen sich nämlich Crawler auf der Seite erkennen und separat bedienen. Das Ziel von Cloaking: Seinen Rankingplatz in den Suchmaschinen-Ergebnisseiten (SERPs) zu verbessern. Und das klappt auch kurzfristig.
Im Prinzip wird der Text zweimal geschrieben und dem jeweiligen Besucher präsentiert: einmal vollgepackt mit Keywords für die Suchmaschine, ein zweites Mal lesefreundlich und stimulierend für den menschlichen Besucher. Das klingt beim ersten Hören sinnvoll. Denn Texte mit hoher Keyword-Dichte, die nicht nach allen Regeln der Seotorik-Kunst geschrieben wurden, sind für viele Leser abschreckend. Doch mittlerweile erkennen die Suchmaschinen diesen Trick und werten ihn als Betrugsversuch. Die Folge: Die Seite kommt für mehrere Monate auf die schwarze Liste und erscheint nicht mehr in den SERPs. Man schadet sich mittelfristig selbst. Also legen wir besser den Mantel des Schweigens (cloak of silence) über diese Methode.

Ab wann ist ein Text ein Plagiat?

Das Wort Textplagiat ist in aller Munde. Nicht weil ich die Tage hier einen Artikel über das Phänomen und Problem des doppelten Inhaltes veröffentlicht habe, sondern, ja richtig, weil unser Politikerliebling Nummer eins, Karl-Theodor zu Guttenberg, Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben soll. “Copy und paste” herrscht überall, so scheint es. Doch ab wann gilt ein Text als Plagiat? Diese Frage stellt sich seo-unitid.

Schreiben Sie selbst

Neulich saß ich mit einem Freund in einer Kneipe und ich erzählte ihm von meinem Blog. Dieser Freund betreibt seit einigen Jahren sehr erfolgreich einen Webshop für Sportartikel. Seine Firma hat sich auf ein Nischensortiment spezialisiert – welches verrate ich nicht, um seinen Wettbewerbsvorteil nicht zu gefährden. Das Unternehmen ist eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Google-Lehrbuch. Zwei Studenten gründen in einer Garage eine Online-Firma und durch clevere Produkt- und Marketingpolitik steigen sie innerhalb weniger Jahre in die erste Liga auf. Mittlerweile dürften sie der zweitgrößte Vertreiber dieser Spezialprodukte in Deutschland sein.

Ein Grund: Schon seit den Anfangstagen landete die Website auf den vorderen Positionen der Suchmaschinen-Ergebnisseiten (SERPs).

Er erzählte mir, dass er unter seinen Lieferanten als der SEO-Profi gilt, dabei hätte er nie besonderen Wert auf Suchmaschinenoptimierung gelegt; eigentlich hätte er kaum Ahnung davon. Wie ist es möglich, dass er ohne größere Kenntnisse stets auf den ersten Seiten gelistet wird? Die Antwort:  Er schreibt seine Texte selbst. Jedes Produkt, das er anbietet, beschreibt er ausführlich in eigenen Worten – ohne dabei an die Keyword-Dichte oder Wortplatzierung zu denken. Warum reicht das aus?

Nominalkomposita – der deutsche Trick mit dem Strich

Das Deutsche bietet eine sprachliche Besonderheit auf, die sich besonders gut für die Optimierung von Suchmaschinentexten eignet: das Nominalkompositum. Unter einem Nominalkompositum versteht man ein Substantiv, das aus mehreren anderen Wörtern zusammengesetzt ist, wie beispielsweise die deutschen Wörter Fleischwurst oder Walgesang. Natürlich gibt es auch andere Sprachen wie das Englische, die diesen Wortbildungsmechanismus kennen, aber das Deutsche ist besonders reich und flexibel an diesen Wortschöpfungen. Um ein Nominalkompositum nun für die Suchmaschinenoptimierung einsetzen zu können, muss man einen weiteren Trick anwenden, der seit der Rechtschreibreform sowohl erlaubt als auch erwünscht ist: den Bindestrich-Trick.
Denn Google sieht Bindestriche als Trennungszeichen an beziehungsweise wertet die Worte mit Bindestrich doppelt: einmal als Kompositum und einmal seine beiden Worthälften.
Wie setzt man den Nominalkomposita-Trick zur Suchmaschinenoptimierung ein?

Grundlagen: Keyword-Dichte

Die Keyword-Dichte besagt, wie häufig ein Keyword im Text einer Seite im Verhältnis zur Gesamtzahl der Wörter vorkommt. Die Keyword-Dichte wird dementsprechend in Prozentzahlen angegeben.
Also konkret: Hat dieser Text 500 Wörter und taucht das Wort „Keyword-Dichte“ 25-mal in diesem Text auf, dann besitzt der Text eine Keyword-Dichte zum Begriff „Keyword-Dichte“ von 5 %.

Unstrittig ist, dass die Keyword-Dichte für das Ranking der Seite von gewisser Bedeutung ist. Manche meinen, dass Google der Keyword-Dichte etwa 15 % Relevanz bei seiner Listung zuschreibt. Klingt nicht nach viel, aber wenn man weiß, dass etwa 200 Algorithmen für das Ranking einfließen, sind 15 % gewaltig. Wie hoch ist aber die ideale Keyword-Dichte? Weiter >>>